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Abgesehen von aktuellen Geschehnissen; Ich habe öfter davon gelesen, dass "man" auf seiner Instanz das Hausrecht habe, das es wie "sein" Wohnzimmer sei. Gemeint ist mit „-“der Admin oder der/die die Kosten trägt. Was mich in einer Community wundert, die so eine soziale Ausrichtung hat. Prinzipiell wird doch damit ein kapitalistisches und wirtschaftsliberales Handeln gelebt, welches man eigentlich nicht gutheißen mag.

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Ich meine damit, dass ein Werner Siemens Ende des 19. Jh. durchaus der Meinung sein konnte: Meine Firma, meine Arbeiter, meine Regeln. Meine Auslegung und Konsequenzen. Ich will hier gar nicht so hoch greifen und Demokratie und Meinungsfreiheit anführen, aber wie sieht es mit Mitbestimmung und Verantwortung gegenüber seiner User aus?

Jeder der eine Instanz betreibt/finanziert und andere daran teilhaben lässt, lädt den- oder diejenige doch nicht in sein Wohnzimmer ein, sondern macht diesen User zum Mitbewohner und sich selbst allenfalls zum Ersten unter Gleichen.
Ich will dabei gar nicht die Regeln einer Instanz durch Mehrheitsentscheid abgesegnet sehen. Jeder kennt die Regeln bei der Anmeldung und wenn in eben diesen Regeln darauf hingewiesen wird, dass die Instanz auf Gutsherrenart verwaltet wird, ist das eben so.

Aber selbst, wenn dies so sein sollte, hat die Instanzleitung doch trotzdem eine soziale Verantwortung, die man heute zu Recht auch von Unternehmern und Reichen einfordert. Umso mehr, je größer die Instanz ist.
Das Hauptmerkmal einer Instanz und des Fediversums ist es, Kommunikation zu ermöglichen. Daher ist die Einschränkung der Kommunikation das schärfste Mittel gegen einen Betroffenen und die stärkste Maßnahme für den User.

Wenn man also Stumm schaltet, bannt, löscht oder ganze Instanzen blockt, gehört es meiner Meinung zur sozialen Verantwortung seiner und der anderen Community die Verhältnismäßigkeit zu prüfen und so die Nutzer ein Höchstmaß an Selbstbestimmtheit zu lassen. So schwer eine Äußerung auch sein mag, ist sie ein Einzelfall oder typisch? Ist der Moderator über alles im Bilde oder mit der Situation überfordert? Stichwort: Übermoderation oder falsche Lockerheit.

Sollte die überwiegende Mehrheit nie negative Erfahrungen mit einer Instanz gemacht haben, ist es dann Verhältnismäßig zu blocken?
Zu den Vorfall direkt kann ich nichts sagen, was ich gehört habe, rechtfertigt die Löschung des Accounts, aber das blocken einer ganzen Instanz? Wegen ein paar Äußerungen die im Nachhinein über die Art der Moderation vielleicht im Eifer des Gefechts gemacht wurden?

Natürlich kann man sagen, es gibt doch genug andere Instanzen und eine Zensur findet nicht statt aber ist dass der Anspruch und das Niveau auf dem das Fediversum aufgebaut ist? Gründe deine Instanz und bleib unter deinesgleichen? Cancel Culture, Bubble Bildung und jede Menge verletzte Eitelkeiten, wo ist jetzt noch der Unterschied zu Twitter? Sehe ich etwas falsch?

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Cthulhu Social

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